Woche 37 / 2020

Die Woche mit der Nummer 37 begann gleich mit einer Première. Es kam erstmals Caylus 1303 auf den Tisch, in Vielspielerkreisen älterer Generation wohl „Das neue Caylus“ genannt, denn das Spiel gab es bereits im Jahre 2005. Da ich damals aber eher mit Barbies spielte, kannte ich das Original nicht, freue mich aber, dass der coole Verlag „Space Cowboys“ sich vor allem der Optik angenommen und auch paar Regelfalten gebügelt hat. Illustriert wurde das ganze neu von Andrew Bosley, den ich aktuell ziemlich abfeiere. Schaut euch mal seine Webseite an – könnte ich so zeichnen, würde ich auch eher zum Caran d Ache-Farbstift greifen anstatt Mitarbeiter zu rekrutieren.

Durch die Hohle Gasse wird er kommen.

Caylus 1303 ist ein stark planungsorientes Eurogame mit ziemlich coolen Mechaniken und ist fies. Ziemlich fies wenn man es mit Spielern spielt, die ständig auf der Balustrade sitzen und auf den Moment warten, dir in die Suppe spucken zu können. Natürlich kann man das ganze auch in friedlichem Miteinander durchziehen aber ich glaube, das ist dann nur halb so spassig. Auf jeden Fall plant man erst mittels Einsatz von Workern seine Aktionen und schon hier geht das Ringen um gewisse Aktionen, die sich alle entlang einer Strasse befinden, los. Dazu kommt noch dazu, dass auch eine Ritterfigur auf der gleichen Strasse rumläuft und vorgibt. welche Aktionsfelder anschliessen berücksichtigt werden. Dass die eigene Planung durch die anderen Spieler hier zunichte gemacht wird, muss man hier also verkraften können und besser hat man im Hinterkopf auch stes einen Plan B bereit.

Bei uns hat Caylus 1303 einen sehr guten ersten Eindruck hinterlassen und ich hoffe es in nächster Zeit öfter auf den Tisch zu bringen. Die Erstpartie ging ziemlich klar an mich und ich denke, da liegt noch genug Rachelust in der Luft. Die nächste Partie wird für mich bestimmt halb so lustig.

Pendo, Panda oder Pindo – was ist es wohl?

Am Donnerstag fand ein Meetup bei mir statt, da ich ein paar der neueren Spiele mal wieder spielen wollte. Los ging es mit Decipher – ein Wortratespiel aus der Reihe der „Letter Piece Games“. Bei diesen Spielen werden sämtliche Buchstaben unseres Alphabets aus Plastikteilen in vier Grundformen dargestellt. Und bei Decipher geht es konkret darum, anhand wachsender Information mit guter Deduktion und Logik ein vom Mitspieler definiertes Wort zu erraten.

Mann, bin ich bei diesem Spiel grottenschlecht. Ich errate nicht mal ein Wort wenn man mir sämtliche Bauteile auf einmal hinlegt. Ich kann trotzdem nicht sagen dass mir Decipher gar nicht Spass macht, aber langzeitmotiviert bin ich da nicht. Dazu kommt, dass die total coole Optik des Spiels ein totaler Detektivknüller vermuten lässt, spielerisch sich das ganze aber eher unspektakulär und repetitiv anfühlt. Naja…

Niemand will mit den Amis spielen.

Danach die zweite Partie Q.E. – das wilde Auktionsspiel mit dem unendlich grossen Portmonnaie das wir aufgrund kurzfristiger Teilnehmerabsage nur zu dritt spielen konnten. Es funktionierte aber auch in dieser Spielerzahl ziemlich gut, auch wenn der Chaoslevel bei mehr Spielern mehr Spass macht. Ein total cooles Spiel!

Dann blieben wir mal wieder bei den coolen Fragen von Smart 10 hängen (schon genug darüber geschrieben) und zum Glück ist mittlerweile Fragenachschub herausgekommen, denn ich habe die 200 Karten bald durch. Das Spiel macht echt süchtig!

Für den Eagle Eye ist man hier selber verantwortlich.

Am Sonntag besuchte mich dann mal wieder mein Spiuchuchi-Buddy Adrian und wir spielten ausschliesslich Spiele, die sich auf meinem 50×50 Balkontischchen spielen lassen, denn das Wetter war zu schön, um drinnen zu sitzen. Als erstes Tennis als Schnippspiel: Set & Match ist genau das und macht dies auch ziemlich gut. Das Tennismatch-Feeling – wenn man es überhaupt vergleichen kann – kommt ziemlich gut rüber und die Produktion ist zufriedenstellend. Viel mehr kann ich aktuell dazu nicht sagen. Die grösste Schwierigkeit wird hier sein, genug Mitspieler zu finden, die mit mir Set & Match spielen möchten, aber dies wusste ich bereits vor dem Kauf. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt…

… ist ein Motto, das für Adrian bei der anschliessenden 7 Wonders Duel-Partie aber wenig half. Ihm gelang nicht vieles, was er sich vornahm und machte unter anderem den Fehler, seine Weltwunder zu früh zu bauen und hätte die dadurch erhaltenen Sonderboni später in der Partie besser nutzen können. Ich wiederum spielte überlegt und hatte mir eine gute Geld- und Rohstoffengine gebaut – eine ziemlich klare Angelegenheit.

Vor-Corona-Strassenfest

Dass der liebe Adrian aber zu Gameboy-Zeiten sehr viel Tetris gespielt hat, bewies er bei Arraial – ein Puzzlespiel, das genau diesen Arcade-Klassiker brettspielerisch nachstellt. Thematisch geht es dabei um portugiesische Strassenfeste und man versucht, durch geschicktes Legen möglichst viele Besucher anzulocken. Die Polyominos müssen dabei wie bei Tetris von unten nach oben gelegt werden und eine volle Zeile verschwindet hier zwar nicht, lässt aber einen Balken nach oben springen, der ansonsten immer mehr das Platzproblem verstärkt. Er baute wirklich wunderbar und liess mir keine Chance. Arraial ist eins der Spiele in meiner Collection, die sich auf der Schwelle zum Auszug befinden. Ich mag es zwar, aber Platzprobleme und der Einzug eines neuen Puzzlespiels könnten sein Ende bedeuten. Und die Insel del Katzen ist bereits am Horizont ersichtlich… mal schauen.

So – das war also Woche 37 und die 38 wird krass. Ein Wochenende in einem Bootshaus voller Spiele in der Beachtenbuchst steht auf dem Programm – da gibt es dann viel zu erzählen bei meinem nächsten Rückblick. Auch einige Neuheiten.

Und was steht bei euch so auf dem Programm? So oder so – geniesst die Woche!

Macht’s gut,

euer blauer Spieler

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